Vusanje – Arapi – Theth

Das Trekking nach Albanien beginnt in unserem Dorf Vusanje. Zunächst werden wir mit Geländefahrzeugen talaufwärts zum Ausgangspunkt im berggesäumten Ropojana-Tal gebracht. Nachdem das Gepäck auf Maultiere verladen ist, geht es auch schon los. Die einst schwer bewachte Grenze markieren heute nur noch wenige verwitterte Grenzpyramiden. Zuerst wandern wir über sanfte Weiden, dann durch Buchen- und Nadelwald immer bergwärts, in einem Korridor, der von 2400 Meter hohen, schroffen Gipfeln gesäumt ist. Auf den Runica-Weiden verbringen Schäfer den Sommer, und wir erhalten einen Eindruck vom harten Leben in den Bergen. Nachdem wir einen in bizarrem Karstgelände eingebetteten kleinen See passiert haben, wird der Peja-Pass,1707 m erreicht. Er wurde schon vor hunderten von Jahren von Karawanen gemutzt, die Edelmetalle aus dem Kosovo zur Küste transportierten. Der Gipfel des Arapi, 2217m, kann vom Kultur- und Bergwanderführer nur dann als Zusatzoption angeboten werden, wenn alle externen Vorbedingungen erfüllt sind. Der Aufstieg ist nicht immer möglich. Die Besteigung des oft als “Matterhorn Albaniens” bezeichneten Berges (am Nachmittag) ist nur für geübte, schwindelfreie und konditionsstarke Wanderer geeignet. Die Südseite des Berges bildet auch die größte “Big Wall” (Steilwand) des Balkan. Vom Sattel aus steigen wir zum Weiler Okol ab, und der Bus bringt uns zum Gästehaus in Theth, 762 m, wo wir für zwei Nächte Mehrbettzimmer beziehen.