Cerem – Balqin – Doberdol
Die Landschaft verändert sich, die westlichen und schroffen Karstalpen gehen in die sanftere Gebirgslandschaft der östlichen Alpen über. Diese Region ist noch nahezu unbekannt und wir zählen zu den ersten Wanderern, die auf diesem Weg unterwegs sind. Das Trekking führt uns in Richtung Grenzdreieck, wobei wir kurzzeitig dem groben Fahrweg, der die letzten Sommeralmen mit dem Valbona–Tal verbindet, folgen. Für eine Weile sind wir wieder in Montenegro unterwegs und können am Wegesrand Beeren naschen und die üppige Blumenwelt bestaunen. An den Ausläufern des jüngsten Nationalparks Albaniens entdecken wir mit etwas Glück das Nationaltier, den Adler. Zuletzt erreichen wir die vom Gletscher geformte Hochalm von Doberdol, 1750 m. Die höchste Übernachtung der Reise erfolgt bei einer Sennerfamilie in einer Hüttenunterkunft mit Matratzenlagern und einem einfachen Essbereich. Hier gibt es, bis auf ein Solarpanel, keine Elektrizität, auf eine Dusche müssen wir aber trotzdem nicht verzichten. Wir werden mit frischen, schmackhaften Gerichten verpflegt und genießen die Unterkunft mit tausend am Nachthimmel leuchtenden Sternen.
